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Stiftungsportal Südniedersachsen ist online

Wilhelmsplatz

Welche Stiftungen gibt es in der Region Südniedersachsen und welchen Zwecken dienen diese Stiftungen? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, ist seit dem 02.November 2020 das neue Stiftungsportal Südniedersachsen online gegangen. Unter der Internetadresse www.stiftungsportal-suedniedersachsen.de können Interessierte eine passgenaue Stiftung für ihr gewünschtes soziales Engagement in der Region Südniedersachsen finden.
Neben den potenziellen Stiftern bietet das Onlineregister auch den Vertretern spezieller Berufsgruppen, wie Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater oder Bestattungsunternehmen einen Überblick über Möglichkeiten des sozialen Engagements, die regionale Stiftungslandschaft in ihrer gesamten Vielfalt an Stiftungstypen sowie Informationen rund um das Thema Stiftungen.
Initiiert und betrieben wird das Stiftungsportal von der Sparkasse Göttingen in Kooperation mit der „Die Stiftungspartner GmbH“. Thomas Häntzsch, geprüfter Generationenberater im Private Banking der Sparkasse Göttingen erklärt die Idee hinter dem Onlineportal: „In Gesprächen stelle ich oft fest, dass viele regionale Stiftungen, die sich einer wichtigen Aufgabe verschrieben haben, den Menschen vor Ort kaum bekannt sind. Dabei sind es neben den großen und bekannten Stiftungen gerade die die vielen kleinen und jungen Stiftungen, die für ihr Engagement auch auf Zustiftungen oder Spenden angewiesen sind. Das Stiftungsportal soll einen generellen Überblick geben und auch dabei helfen kleinere Stiftungen etwas besser sichtbar zu machen.“
Hierzu ist das Stiftungsregister in verschiedene Kategorien wie zum Beispiel Kunst und Kultur, Erziehung und Bildung, Naturschutz und viele mehr eingeteilt. Wer sich also speziell in einem Bereich engagieren möchte, findet auf einen Blick alle südniedersächsischen Stiftungen zu diesem Thema. Die aufgeführten Stiftungen haben die Möglichkeit, sich vorzustellen, ihren Zweck und das damit verbundene Engagement zu präsentieren sowie einen Ansprechpartner zu nennen und Kontaktdaten aufzuführen, damit sich Interessierte direkt mit der Stiftung in Verbindung setzen können.
Darüber hinaus bietet das Stiftungsportal aktuelle Neuigkeiten und informiert über Veranstaltungen von Interessensverbänden oder anderen Partnern. Auch rechtliche Aspekte rund um das Thema Stiftungen aber auch über Vorsorgeregelungen, die Gestaltung eines Testaments oder über Nachlassabwicklung und Testamentsvollstreckung werden Interessierten zur Verfügung gestellt.
Alle weiteren Informationen zum regionalen Stiftungsportal und den gelisteten Stiftungen finden Sie unter www.stiftungsportal-suedniedersachsen.de


28.09.2020 Exklusive Telefonkonferenz der Deka für das Private Banking der Sparkasse Göttingen
Megatrends – Ein Investment in langfristige Entwicklungen

Am 28.09.2020 fand unsere Telefonkonferenz zum Thema Megatrends statt.
Als Referent fungierte Jan Siorak von der DEKABank die virtuelle Informationsveranstaltung.

Vita Jan Siorak:

Jan Siorak Jan Siorak, CFA
Herr Siorak studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzen an der Goethe-Universität in Frankfurt. Er trägt außerdem den Titel Chartered Financial Analyst (CFA). An der European Business School, der ältesten privaten Wirtschaftsuniversität Deutschlands, genoss er darüber hinaus die Ausbildung zum Investment Professional. Jan Siorak ist seit 2008 für die Deka tätig und arbeitet im Fundamentalen Fondsmanagement Aktien. Als Senior Portfoliomanager verfügt er über langjährige Erfahrung im Investmentbereich, insbesondere bei Aktienfonds. Zuvor war er in der Abteilung Produktmanagement für Produktentwicklung und Produktpositionierung von Aktienprodukten zuständig.

Die Inhalte beleuchteten die neuen Blockbuster und die Megatrends des Wandels. Es wurden die langfristigen Entwicklungen, die sowohl für die Gesellschaft und unsere Wirtschaft prägend sind, beleuchtet.

Als Anlage finden Sie einen Podcast zzgl. PDF-Präsentation mit den wesentlichen Inhalten
unserer Telefonkonferenz vom 28.09.2020 zum Nachhören.

Für detailliertere Informationen oder mögliche ergänzende Rückfragen wenden Sie sich gerne an die jeweiligen Private Banking BeraterIn.

PDF-Präsentation Telefonkonferenz der Deka 

Podcast der Telefonkonferenz


09.04.2020 Exklusive Telefonkonferenz mit unserem langfristigen Partner Flossbach von Storch

Die Marktturbulenzen rund um das Corona-Virus bestimmen aktuell das Tagesgeschehen an den Kapitalmärkten. Informationen aus erster Hand sind daher sehr gefragt.

Was für einen langfristig orientierten Anleger wichtig ist – auch und gerade in diesem aktuellen Marktumfeld erfahren unsere Kunden in einer rund 30 minütigen Telefonkonferenz.

Neben dem aktuellen Tagesgeschehen an den Kapitalmärkten, wird ein exklusiver Einblick in den „Maschinenraum“ der Fondsgesellschaft gewährt. Somit Informationen zur Vorgehensweise aus erster Hand.


Januar 2020 Zum wiederholten Mal: Testsieger

Zum Dritten Mal erreichen wir den Titel: 
Beste Beratung Private Banking in Niedersachsen, Auszeichnung in Gold.

Mit der Gesamtnote 1,23 verteidigen wir wiederholt Platz 1 in Niedersachsen. Die Preisverleihung vom Institut für Bankentests GmbH in Verbindung mit der Zeitschrift DIE WELT findet exklusiv, am 23.01.2020 im Axel Springer Haus in Berlin statt. Die Auszeichnung nimmt Matthias Leonhardt, Leiter des Private Banking, persönlich entgegen.

Bewertet werden neben der Atmosphäre, dem Service vor Ort und der professionellen Vorgehensweise vor allem die Beratungsqualität und Umsetzung der Kundeninteressen.


08.12.2019 - Preisverleihung Börsentipp

Am Vormittag des 07. Dezember 2019 fand im Michaelishaus die Preisverleihung des diesjährigen Private Banking Börsentipps statt. Bereits zum zwölften Mal waren die Kunden dazu aufgerufen, Ihre Einschätzung zum laufenden Börsenjahr abzugeben. Im Mai gaben die Teilnehmer Ihre Prognose zum Stand des DAX, Gold, Euro und der Sartorius-Aktie ab. Als richtig gilt eine Lösung, die um max. 5% abweicht. Die Gesamtzahl und prozentuale Abweichung der richtigen Tipps entscheidet über die Platzierung. Mitte November konnten die Sieger ermittelt und zur Preisverleihung im Foyer des Michaelishauses eingeladen werden.

Zu den anwesenden Gästen gehörten neben den Preisträgern und Ihren Partnern auch der Vorstandsvorsitzende Herr Rainer Hald und sein Vorstandskollege Herr Michael Birlin. Nach der Begrüßung durch den Abteilungsleiter Herrn Matthias Leonhardt begann für die Gewinner die spannende Preisübergabe. Ausgelobt waren 10 Preise von einem Fahrsicherheitstraining bis zu Musical-Karten und Konzert-Karten mit Übernachtung in Leipzig. Die Wahl lag allein beim Preisträger.
Anschließend durften sich die Gewinner bei köstlichen Speisen und Getränken feiern lassen.


Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe - Private Banking exklusiv - hatten wir am 25.04.2019 in den VIP-Raum der S-Arena eingeladen.

Matthias Leonhardt, Henrik Muhle, Michael BirlinWir freuten uns sehr, dass der Vorstand und gleichzeitig Fondsmanager bei Acatis Gané AG, Herrn J. Henrik Muhle, kurzfristig unserer Einladung gefolgt ist.

Der Experte für Value-Investment wurde, gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Uwe Rathausky, von der Jury des Finanzen Verlages Anfang des Jahres zum „Fondsmanager des Jahres 2019“ gekürt. Die begehrte Auszeichnung – den „Goldenen Bullen“ – gilt als bedeutendste ihrer Art in der deutschen Fondsbranche und wurde zum 26. Mal verliehen. 

Herr Muhle stellte sich und seine gemeinsame Arbeit mit Dr. Uwe Rathausky noch einmal vor. 

Eine Vorstellung war eigentlich nicht mehr nötig, denn die gemeinsame Kooperation zwischen Acatis Gané und dem Private Banking der Sparkasse Göttingen währt schon seit über 15 Jahren.

Der frisch gekürte Fondsmanager berichtete kurzweilig über seine persönliche Erfolgsgeschichte.

Im weiteren Verlauf des Vortrages berichtete Herr Muhle über die von ihm und seinem Kollegen konzipierten und verantworteten Acatis Gané Value Event Fonds. Besonders erwähnenswert ist die langfristig stabile Performance sowie die geringe Schwankungsbreite des Fonds im Vergleich zur Mischfonds-Konkurrenz. Seit Auflegung des Fonds vor 10 Jahren wurde eine positive Rendite von über 160 % erzielt.

Der einzigartige Mix aus einer Value-Strategie und einer zusätzlichen Eventselektion, die unternehmensspezifischen Ergebnissen Rechnung trägt, macht diesen Fonds so erfolgreich. Das Credo der Herren Muhle und Rathausky , welches für sie selbst aber auch für ihre Anleger gilt ist: „Chancen nutzen und Risiken minimieren. Wir wollen das Kapital zwar vermehren, aber gleichzeitig ruhig schlafen können!

80 geladene Gäste lauschten einer konsequent vorangetriebenen Erfolgsgeschichte auf persönlicher wie auch beruflicher Ebene. 

Unser Dank gilt Herr Muhle für diesen interessanten und kurzweiligen Vortrag.


28.11.2019 Exklusiver Business Lunch

Sebastian Seidel, Geschäftsführer der Waldholz Immobilien GmbH Göttingen, referiert vor 25 interessierten Gästen zum Thema „Land und Forst im Klimawandel“.

Gemeinsam gilt es verschiedene Aspekte für ein Investment im Hinblick auf den herrschenden Klimawandel zu betrachten.

Diskussionspunkte sind unter anderem:

  • ein mögliches Ausfallrisiko
  • volatile Erzeugerpreise
  • akuter Handlungsbedarf
  • Wertsteigerung bei produktiven Flächen
  • Zunehmende Bedeutung erneuerbaren Ressourcen
  • Große Chancen für eine postfossile Zukunft

Für große Vermögen bietet sich eine Beimischung dieser Anlagespezialität als sinnvolles Investment an, bei der es auf eine hochqualifizierte Beratung und Begleitung ankommt.
Die Waldholz Immobilien GmbH stellt einen von insgesamt vier professionellen Ansprechpartnern in Deutschland.


19.02.2019 Private Banking der Sparkasse Göttingen baut Spitzenplatz in Niedersachsen aus

Die Sparkasse Göttingen ist Ende Januar im Berliner Axel-Springer-Haus erneut als beste Bank Niedersachsens im Bereich Private Banking ausgezeichnet worden.

Damit hat das Team um Leiter Matthias Leonhardt diesen Spitzenplatz bereits zum zweiten Mal in Folge eingefahren. Denn auch 2017 wurde die Sparkasse Göttingen vom Deutschen Institut für Bankentests in diesem Bereich als beste Bank Niedersachsens geehrt. Am Bankenplatz Göttingen konnte die Sparkasse sogar den dritten Testsieg in Serie verzeichnen.

Mehr als nur Vermögensberatung

Das Private Banking der Sparkasse Göttingen verbindet kompetente Vermögensberatung mit nachhaltigen Werten und persönlicher Nähe. Als eine der ersten Sparkassen in Deutschland hat die Sparkasse Göttingen die umfassende und individuelle Betreuung vermögender Privatkunden ins Leben gerufen – und ist seitdem beständig gewachsen.

„Neben dem großen Vertrauen unserer Kunden, zeigt auch unser regelmäßig gutes Abschneiden bei diesen verdeckt durchgeführten Branchentests deutlich, dass wir unser hohes Qualitätsniveau langfristig halten und immer wieder aufs Neue bestätigen – das ist schließlich auch unser Anspruch“, so Matthias Leonhardt, Leiter des Private Bankings der Sparkasse Göttingen bei der Verleihung in Berlin.

Der Qualitätstest beim Private Banking

Mit der Gesamtnote von 1,15 bescheinigten die unabhängigen Tester des Deutschen Instituts für Bankentests in Kooperation mit dem Lizenzpartner DIE WELT der Sparkasse mit dem diesjährigen Testergebnis eine außerordentlich hohe Qualität und Kompetenz.

Rainer Hald, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Göttingen, freut sich über das Qualitätssiegel der renommierten Zeitung DIE WELT: „Das Team des Private Bankings hat sich diese Ehrung verdient. Denn unsere Beraterinnen und Berater interessieren sich eben nicht nur für die Finanzen der Kunden, sondern auch für die Menschen, für ihre Wünsche und Lebenspläne. Wir bieten mit unserer langjährig bewährten Beratungsphilosophie exklusive Lösungswege für vermögende Kunden, Unternehmer und Stiftungen in Göttingen und ganz Deutschland.“

Ausgangspunkt des Tests ist das „Mystery Shopping“. Eine Testmethode, bei der der Prüfer einen Beratungstermin vereinbart. In der realen Beratungssituation, erhält der Berater eine Vielzahl von Informationen zu den persönlichen und finanziellen Gegebenheiten des Kunden, die es im Beratungsgespräch zu beachten gilt. Dadurch ist es möglich gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung zu erarbeiten, die an den individuellen Bedürfnissen ausgelegt ist.

Zur Beurteilung der Qualität des Private Bankings dienen Kriterien wie Termin-vereinbarung, Atmosphäre am Standort, Beratungsleistung oder Anlagepräsentation. Dies sind die Kriterien, die vermögende Kunden, laut Umfragen, für die Wahl einer Bankverbindung für entscheidend und wichtig halten.


29.11.2018 - Italien: Streit um zu hohe Staatsschulden - Kommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank

Regelverstoß mit Ansage
Dass Mitgliedsländer gegen die Schuldenregeln des europäischen Stabilitätspakts verstoßen, ist nichts Neues. Dass dies aber mit Ansage geschieht, stellt eine neue Qualität der Missachtung des europäischen Regelwerks dar. Der im September eingereichte Budgetentwurf der italienischen Regierung sieht statt der vereinbarten Rückführung des strukturellen Defizits dessen Ausweitung vor und verstößt damit massiv gegen die Vereinbarungen. Tapfer hofft die Regierung in Rom auf die Selbstfinanzierungseffekte ihrer Spendierpolitik, die von Grundeinkommen über Steuersenkungen bis hin zu einem niedrigeren Renteneintrittsalter reicht. Ihren Berechnungen nach würde die Schuldenstandsquote (Schulden in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt) dann sogar sinken. Diese Hoffnungen dürften aber nach Ansicht der EU-Kommission und der meisten Ökonomen enttäuscht werden. Sie alle gehen von einem deutlich geringeren Wachstum der italienischen Volkswirtschaft aus. Somit kommt der Druck gleich von zwei Seiten: Wenn die Schulden steigen und das Bruttoinlandsprodukt schwächer wächst, wird sich der in der Budgetplanung erhoffte Rückgang der Schuldenstandsquote nicht einstellen.

EU-Kommission hält dagegen
Entsprechend harsch fiel die Reaktion der EU-Kommission auf den vorgelegten italienischen Haushaltsplan aus. Schon nach kurzer Prüfung wurde der Haushaltsentwurf zur Überarbeitung nach Rom zurückgeschickt. Geändert hat die italienische Regierung allerdings nichts – fast nichts: An den Defizitzielen machte sie keine Abstriche, sie beschloss aber einige Sicherheitsmaßnahmen, um eine noch größere Zielverfehlung zu vermeiden. Das konnte die EU-Kommission nicht zufrieden stellen, weshalb sie die Aufnahme einer Exzessiven Defizit-Prozedur (EDP) empfahl.

Bis Januar muss der Europäische Rat im Rahmen der EDP ein übermäßiges Defizit feststellen und Empfehlungen zu dessen Beseitigung aussprechen. Diese müssen innerhalb von drei bis sechs Monaten umgesetzt werden. Aufgrund der im Mai anstehenden EU-Parlamentswahlen rechnen wir mit einer etwas längeren Frist. Sollten bis dahin jedoch keine hinreichenden Maßnahmen ergriffen worden sein, wird Italien in Verzug gesetzt mit einer letzten Frist, die im Augst 2019 ablaufen dürfte. Danach könnte zunächst von Italien eine unverzinsliche Zwangseinlage von 0,2 % des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhoben werden, die aber bei weiterem Fehlverhalten in eine Strafe umgewandelt werden würde. Diese Geldbuße kann maximal 0,5 % des BIP (rund 8 ½ Mrd. Euro) betragen.

Wie weit wird der Konflikt getrieben?
Derzeit kommen zwar wieder einmal vorsichtige Töne der Entspannung aus Rom, die eine geringe Reduktion des angepeilten Budgetdefizits in Aussicht stellen. Es darf aber bezweifelt werden, dass die italienische Regierung der EU-Kommission so weit entgegenkommen wird, dass das Defizitverfahren eingestellt werden wird. Letztlich hat die aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega bestehende Regierung sogar ein großes Interesse daran, den Konflikt mit Brüssel zumindest bis zu den EU-Parlamentswahlen am Köcheln zu halten, denn er könnte euroskeptische Wählerstimmen in Italien wie auch in anderen EU-Ländern mobilisieren.

Perspektiven
Wenn es nicht gelingt, den Haushaltsstreit mit politischen Mitteln beizulegen, richten sich die Hoffnungen auf die Märkte. Steigende Risikoprämien und Käuferstreiks bei italienischen Anleihen könnten die Regierung schneller zum Einlenken bewegen als jegliche Mahnungen aus aus Brüssel. Allerdings ist das ein Spiel mit dem Feuer. Die Finanzpolitik der neuen italienischen Regierung hat also durchaus das Potenzial, eine Eurokrise 2.0 auszulösen. Dies ist allerdings nicht unser Hauptszenario. Wir gehen vielmehr davon aus, dass die italienische Regierung aufgrund des Drucks von Seiten der Märkte gewisse Zugeständnisse machen wird. Auch wenn es dann zu keiner weiteren Eskalation kommen wird, bedeutet dies bis auf Weiteres schwieriges Fahrwasser an den Märkten, insbesondere in Italien.


2. Stifter Talk am 26.10.2018

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung in 2017 fand der Stifter Talk im Oktober dieses Jahres im Michaelishaus seine Fortsetzung. Der Stifter Talk ist eine Veranstaltungsreihe für die in unserem Hause betreuten Stiftungen, aber auch für weitere interessierte Kunden.

Als Referenten konnten dieses Jahr Frau Tina Schirmer, Stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle der Braunschweigischen Stiftung, sowie Herr Oliver Damme, Produktspezialist im Private Banking bei der Nord/LB, als Referenten gewonnen werden.

Nach einer kurzen Vorstellung der Teilnehmer wurden in einer offenen Gesprächsrunde über die Themen Digitalisierung, Kostenstrukturen, Formalien, Backoffice und der interne Stiftungsalltag diskutiert.

Bei der Premiere im vorigen Jahr referierte Frau Elke Kurlbaum-Stanzel , Direktorin Stiftungsmanagement der Frankfurter Bankgesellschaft - der Privatbank der Sparkassen-Finanzgruppe und Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), über die Themenbereiche Anlagenotstand- Stiftungen in der Niedrigzinsfalle, Professionalisierung im Stiftungswesen, Möglichkeiten der Vermögensanlage / Trends für Stiftungen, sowie anstehende Änderungen im Stiftungsrecht.


09.05.2018 - Ölpreis – Wohlfühlzone verlassen - Kommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank

Der Rohölpreis verlässt die konjunkturelle Wohlfühlzone. Vor dem Hintergrund der guten Weltkonjunktur steigt die Nachfrage zwar nicht stärker als erwartet, aber eben kontinuierlich an. Die Annahme, dass geopolitische Entspannung und ein flexibles US-Angebot den Rohölpreis in Schach halten, geht nicht auf. Von einem Ölpreisschock zu sprechen, ist jedoch verfrüht. Mit allmählichen Preiserhöhungen kann die Wirtschaft deutlich besser umgehen als mit sprunghaften Anstiegen. Sollte jedoch in den kommenden Wochen die Preise Richtung 90 gehen, wären die ersten Abwärtsrevisionen beim weltweiten Wachstum fällig. Das wäre in unseren Augen ein geopolitisches Risikoszenario insbesondere aus der Entwicklung des iranischen Ölangebots heraus.

Da Rohöl ein breit verwendeter Rohstoff ist, sind die Wirkungen von Preiserhöhungen natürlich ebenfalls breit. Ein wichtiger Mechanismus ist eine Einschränkung der Konsummöglichkeiten wegen hoher Preise für Energie, insbesondere Benzin. Das träfe gerade die deutsche Wirtschaft zu eine ungünstigen Zeit, denn bereits ohne höhere Ölpreise läuft der Konsum in Deutschland zurzeit ungewöhnlich flach. Für konjunkturelle Bremswirkungen muss der Preisanstieg allerdings auch nachhaltig sein, also etwa mindestens ein halbes Jahr anhalten. Eine feste Relation zwischen Ölpreisanstieg und BIP-Revision gibt es nicht, denn man hat festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob ein Preisanstieg von einem niedrigen Niveau ausgeht oder schon von einem bereits erhöhten Stand. Gegenwärtig kommen wir ja noch von moderaten Preisen. So belaufen sich bei den gegenwärtigen Preisniveaus in Modellrechnungen die Effekte für die US-Wirtschaft auf ein Viertel bis einen halben Prozentpunkt Wachstumseinbuße auf Jahressicht, sollte sich der Ölpreis nochmals dauerhaft um zehn Prozent verteuern.

Die klassischen Gewinner sind natürlich die Rohölfirmen sowie deren Zulieferer, die in den vergangenen Jahren ja eher eine schwere Zeit hatten. Darüber hinaus ist das Bild sehr heterogen: Luftfahrtgesellschaften leiden, haben allerdings meistens eine längere Zeit ihre Treibstoffpreise noch auf niedrigeren Niveaus abgesichert. Viele Konzerne haben sowohl positive wie negative Einflüsse durch steigende Rohölpreise, wie etwa breit diversifizierte Chemieunternehmen. Und nicht zuletzt muss daran erinnert werden, dass die Effekte für die deutschen Unternehmen auch durch den Wechselkurs beeinflusst werden – und zwar deutlicher als durch die Rohölpreise. Im ersten Quartal ist die Ölrechnung durch einen starken Euro entlastet worden, die Unternehmensergebnisse haben dennoch deutlich gelitten – im zweiten Quartal könnte es umgekehrt ausschauen.